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Die
MASPERN-Kompanie ist eine von fünf Kompanien des Paderborner
Bürgerschützenvereins. Kerngebiet der MASPERN-Kompanie ist der Ükern.
Bei Gründung des Busdorfstifts im Jahre 1036 wurde die Villa (Siedlung)
Aspethera erstmals erwähnt, aus der das Wort MASPERN abgeleitet wurde.
Das Wort Ükern entstammt aus dem Begriff „Uckeriges Land“, „ückeriger
Boden“, was soviel wie feuchter, sumpfiger Boden bzw. Morastgelände
bedeutet. Der Ükern lag um das Jahr 1000 noch vor der Stadt, es war ein
eigenes Dorf. Erst seit dem 12. Jahrhundert ist der Ükern Teil dar
Stadt Paderborn. Wegen ihrer Standfestigkeit wird den Ükeranern, die
sich von jeher auch MASPERN nennen, eine gewisse Sturheit nachgesagt.
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Doch
trifft dies keineswegs den Kern. Die MASPERN sind vielmehr
gekennzeichnet von Urwüchsigkeit, Herzlichkeit und Frohsinn. Die
Bewohner dieses Stadtteils waren schon immer naturbezogen. Erinnert sei
an die Trockenlegung und Fruchtbarmachung des „Ukeringen Viertels"
nördlich des Domes. Und sie hatten stets eine sehr enge Beziehung zur
Kirche, insbesondere zur Domkirche. Fast alle Kurien lagen Im
MASPERN-Viertel, und die Geistlichen ihrerseits pflegten engen Kontakt
zu den MASPERN („Hauskompanie des Domes“).
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Die
Fahne von 1910 besteht beidseitig aus grünem Seidendamast. Diese Farbe
entspricht der Farbeinteilung des PBSV, wonach die MASPERN die
Kompaniefarbe Grün trägt. Die eine Seite verweist auf den PBSV und die
Stadt Paderborn, die andere Seite auf die MASPERN und ihre Geschichte.
Beide Seiten sind diagonal angelegt und haben in allen Ecken besondere
Abbildungen. Sie ist mit goldenen Fransenborten eingefasst. Erhalten
ist ebenfalls der alte Stab mit Spitze und das von den „ehemaligen
Königinnen, Zeremonienmeisterinnen und Damen der Kompanie“ gestiftete
Fahnenband zum 100jährigen Jubiläum des PBSV im Jahre 1931. Diese Fahne
führten die MASPERN bis zum Jahre 1967, als eine neue Fahne angeschafft
wurde. Das die Fahne von 1910 keine größeren Schäden erlitten hat, ist
neben der sorgfältigen Behandlung aller MASPERN-Fähnriche seit 1910,
besonders dem im vergangenen Jahr verstorbenen Ehren-Fähnrich Berni
Borgmann zu verdanken, der dieses wertvolle Stück über viele Jahre
fachgerecht in seinem Haus gelagert hatte. Ausführlicher Bericht im MASPERN-Heft 2010.
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Es
gibt eine Verbindung zu der Vorgängerbewegung des PBSV und ihrer Fahne
von 1735. Das Mittelstück dieser alten Fahne ist heute im Museum für
Stadtgeschichte im Adam-und-Eva-Haus zu sehen, eine Nachbildung hängt
in der Gaststätte des Schützenhofes. Das dieses wertvolle Stück
erhalten ist, verdanken wir Anton Schellhasse. Der Brennereibesitzer
vom Steinweg D 143 (heute Heiersstraße 21, dort ist auch eine
Schankwirtschaft nachgewiesen) hatte die alte Bauernschaftsfahne in
einem Koffer aufbewahrt und seinem Sohn Ferdinand hinterlassen.
Ferdinand Schellhasse war erster Fähnrich der MASPERN bei der Gründung
im Jahre 1831 und konnte somit auf die alte Fahne von 1735
zurückgreift. Die MASPERN führten diese nun mit Silberlitze versehene,
ehrwürdige Fahne, die im Laufe der Zeit wiederholt ausgebessert wurde,
bis 1910, wo sie nach 175 Jahren Gebrauch in Ehren zurückgestellt
wurde. Diese Fahne hat noch das alte MASPERN-Schützenhaus, das im
Stadtgraben zwischen dem Giers- und Heierstor stand, erlebt. Damals
wurden die Schützenfeste noch in den einzelnen Bauernschaften gefeiert.
Das MASPERN-Schützenhaus war um 1747 so baufällig, das es an den
Magistrat der Stadt für 38 Taler verkauft wurde. Beim
Jubiläumsschützenfest 1956 trugen die MASPERN ihr altes Zeichen,
eingefasst in grünes Tuch, durch die Stadt. Da sich die Symbolik dieser
alten Fahne in der Fahne von 1910 wiederholt, wird auf die folgende
Beschreibung verwiesen. Ausführlicher Bericht im MASPERN-Heft 2010.
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Über
die weiteren Aktivitäten, historische und aktuellen Zusammenhänge
berichtet unsere vielfältige Homepage. Viel Spaß beim „Durchklicken“.
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